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04.07.2010

01.7. – 2.7.2010

ML:

Bangkok ist irgendwie für uns beide nicht das Wahre, daher schmieden wir Pläne möglichst bald hier rauszukommen. Vorher geht’s aber noch auf den Bayoke Tower, mit 304m das höchste Gebäude Thailands. Der Eintritt zur Aussichtsplattform kostet umgerechnet 5 Euro, dafür gibt’s aber auch noch einen „kostenlosen“ Drink in schwindelerregender Höhe.

Die Aussicht ist grandios (zumindest wenn man Betonfetischist ist. Mir wurde kürzlich erzählt, dass man Busladungsweise chinesische Architekturstudenten nach Bangkok fährt, um ihnen das „worst case Szenario“ der Stadtplanung zu zeigen.

 

AS:

Hier mische ich mich mal wieder kurz ein: Der Tower hat nämlich auch mich relativ vielseitig beeindruckt. Es gibt auf der Aussichtsplattform im 84.Stock (die dreht sich übrigens ganz nett, nix für Leute mit Höhenangst) in alle Himmelsrichtungen Schilder. Und was schreibt man auf solche Schildchen immer Spannendes drauf? Richtig die Entfernung zu allen möglichen Orten an denen man sich gerade jetzt eben nicht befindet. Eigentlich recht sinnfrei. Jetzt weiß ich aber das der besagt Tower sich 533,4km von Phon Penh (Kambodscha), 515,88km von Vientiane (Laos) und 982,23km von Hanoi (Vietnam) entfernt befindet. Und in die Städte wollen wir ja auch noch. Für alle daheim: Berlin ist nicht ausgeschildert dafür aber London mit 9534,89 Kilometern Entfernung. Na immerhin!

Ansonsten gibt es da oben noch allerhand zu entdecken, gigantische Hotelanlagen mit Pools auf dem Dach, hunderte Hochhäuser aber nur zwei Helipads. Und wenn man ganz genau hinschaut entdeckt man hin und wieder eine Tempelanlage, fein säuberlich hinter Grünzeug versteckt. Und natürlich etliche Bahnhöfe, monströse Kreisverkehre, nicht enden wollende Highways und dann fällt einem ein, das es ja auch noch eine von hier unsichtbare U-Bahn gibt. Und dann kommt eine Horde Holländer an einem vorbeigerauscht, plappert fröhlich vor sich hin und stellt dann verdutzt fest, das Vogelgezwitscher aus den Lautsprechern der Plattform kommt. Warum das so ist, kann ich mir bis heute nicht erklären. Genauso wenig fällt mir eine plausible Antwort auf die Frage ein, warum neben dem Eingang zur letzten Treppe ein großes grünliches Alien sitzt und da aus den Lautsprechern die Musik von Starwars in einer Dauerschleife läuft.

Des Weiteren gibt es in der 83. Etage eine kleine Ausstellung, eine Bar und diverse Fotomotive.

Zuerst ein Suchbild: Wo ist der CD-Player?

Und ein TukTuk zum.. nun gut, nicht zum Selber fahren aber zum „Ich- tue- für- das- Foto- mal- so- als- würde- ich- selber- fahren“

ML:

Hier noch ein paar Impressionen aus Bangkok.

 

Die Verkabelung in Bangkok ist „mutig“ – was wohl unser TüV dazu sagen würde?

 

 

Nicht nur dass dieser Hund wahrscheinlich die längste Zunge der Welt hat, auch drückt dieses Foto mein Empfinden des hiesigen Klimas perfekt aus. Ich kann nur sagen: Ihr Sadisten! – diese Tiere wurden mal gezüchtet um irgendwelche verschüttete Bergsteiger aus Gletscherspalten zu retten. Die armen Viecher haben hier in Äquatornähe einfach mal nix zu suchen.

 

 2.7.2010

ML:

Wir sind aus Bangkok geflüchtet. Das war alles irgendwie zu groß, zu hektisch und zu touristisch hier. Wie praktisch, dass wir eine deutsche Zeitung in Pattaya ausfindig gemacht haben, die wir mit unseren Fragen nerven können. Pattaya liegt am Meer. Meer ist immer gut, also hin da.

Wir haben ein Taxi zum staatlichen Busbahnhof Bangkoks genommen. Das Taxi kostete trotz Stau und recht langer Fahrzeit nur so um die €2,50 – da kann man sich echt dran gewöhnen. Die zweieinhalbstündige Busfahrt lief recht glatt – wir haben etwa 40 Minuten gebraucht, nur um aus Bangkok herauszukommen.

 

Pattaya ist zu meiner Enttäuschung eigentlich nur Bangkok mit Meeresblick – Touristen, Katzen Hunde und Verkäufer en Masse – aber immerhin Meer! Unser Hostel ist überraschend gut, für umgerechnet 6,50 Euro pro Nacht und Nase gibt’s ne Klimaanlage, Kühlschrank, TV, wenig Kakerlaken und nen Balkon mit leider verbautem Blick auf den Strand.

Ich habe in den letzten Tagen auch einiges dazugelernt. Hier meine Top3:

1.       Man muss die mühsam antrainierte Höflichkeit in Thailand leider über Bord schmeißen. Sobald man einen der stets höflichen Verkäufer nicht ignoriert, wird man ihn so schnell nicht wieder los.

2.       Kakerlaken machen einen Salto, wenn man sie von der Seite anstubst. Dies führt in Folge zu Irritationen seitens der Kakerlake und des Stubsers.

3.       Die Sonne hier ist monströs. Ich war heute vielleicht 2-3 Stunden draußen, es war ziemlich bewölkt  und als Resultat dessen bin ich 1a  „überbelichtet“ - wie der Fotograf wohl sagen würde. Hoffentlich geht das bald wieder weg.


AS:

Wir sind in Pattaya. Was soll man dazu sagen? Vorhin lief in einer Nachrichtensendung eines französischen Senders mit englischen Nachrichten ein Bericht über diese Stadt. Hauptsächlich über die Prostitution und wie viel Geld damit verdient wird. Aha, da weiß man ja gleich woran man hier ist. Aber wie Markus schon meinte, immerhin mit Strand! Der ist auch ganz nett, eignet sich durchaus zum spätabendlichen Bierchen trinken und vormittäglichem Planschen und Sonnenbaden. Auch wenn wir beide jetzt ein wenig rötlicher sind als vorher. Hat ja auch was von Rotlichtbezirk. Was auch ganz praktisch ist, unser Hostel verfügt über Wlan und sogar ziemlich Gutes.

 

 ML:

4.7.

Noch kurz was zum Thema Kausalitätsketten, Zufälle und so weiter. Alles fing gestern Mittag an, als ich mich todesmutig in die Äquatoriale (allerdings von Wolken bedeckte) Sonne packte. Es war Mittag und warum sollte man als Weißwurstmichel auch Sonnencreme benutzen. Das Resultat wird mich wohl noch eine Weile beschäftigen. Jedenfalls suchten wir abends eine Bar, um uns das WM-Spiel Deutschland vs. Argentinien anzuschauen. Die ersten TV-Bestückten Bars lehnte ich kategorisch ab, da zu hell beleuchtet. Immerhin sah ich aus wie eine überreife Tomate und wollte meine Schmach lieber im Dunkeln verstecken. (Ich hatte kurzzeitig überlegt mir einen britischen Akzent zuzulegen um das Klischee zu bedienen)

Alsbald ließen wir uns in einer recht dunklen Bar mit Beamer nieder. Es stellte sich heraus, dass es ein deutsches Gehöft war. Die lustigen Kommentare zum Spiel (u.a. auf Bayrisch) waren die Sache alleine schon Wert. Zum Spiel braucht man wohl nicht viel zu sagen – et lief…

Am Ende gab ich meinen inneren Widerstand auf und gesellte mich mit Anja zu den restlichen Deutschen. Einer davon gab uns auch prompt ein Bier aus. Es stellte sich heraus, dass er der Besitzer der Bar war. Ein recht netter Mensch auf jeden Fall. Irgendwann vor vier Jahren aus Deutschland abgehauen, eine Thailänderin geheiratet und eine Bar in Pattaya aufgemacht. Klingt irgendwie vernünftig für mich. Wir erzählten eine ganze Weile und er schmiss uns ein paar deutsche Gratiszeitungen auf den Tisch. Lange Rede, kurzer Sinn – beim unmotiviertem Durchblättern einer der Zeitungen kam mir ein Name untern einem der Artikel seltsam bekannt vor. Es stellte sich heraus, dass eine Kommilitonin von uns ihn geschrieben hat. Eine Anfrage in StudiVZ ergab, dass sie natürlich gerade in Pattaya ist und wohl für das Blatt arbeitet – was auch sonst? Oh Mann, dass fand ich schon irgendwie abgedreht.

 

AS:

Einen ganz wichtigen Aspekt hab ich bisher noch ganz und gar nicht erwähnt. Markus und ich sind nicht allein unterwegs, eine kleine gelbe Quietscheente namens Horschti begleitet uns. Dieser kleine Wasservogel bereist die Welt und nachdem ich mir von einem Erziehungsberechtigten die zeitweise Aufsichtspflicht hab erteilen lassen, kommt er so nun auch nach Südostasien. Hier ein Beweisfoto:

4.7.10 07:11

bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


H.G.H. (4.7.10 13:51)
R-E-S-T-E-K-P !!!


kev (4.7.10 20:02)
ihr zwei seit echt gut.
und danke das horschti heil angekomm ist :D


Malte (4.7.10 21:33)
Warum sollten Ameisenbären Leute aus Gletschern befreien?


Nise (8.7.10 10:40)
Horschti, pass mir gut auf die beiden (vor allem auf die anja auf), dass sie keine Dummheiten machen! ;-)


Uta (8.7.10 22:10)
habe gerade bei Helge Timmerberg gelesen wie man lästige Händler, Führer und Verführer los wird a) nicht angucken oder anhalten und/oder zuhören. b) einfach sagen, dass man hier wohnt/lebt. Soll helfen, klappt aber sicher nicht immer. Markus, kannst Du bitte mal meine yahoo mail benutzen. Die andere geht nur auf Arbeit d. h. am Wochenende ist Funkstille. Übrigens soll es morgen in HDL 35 Grad im Schatten werden.

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